Powerplay

(2001)

 

  • für Sextett
    Oboe
    Posaune
    Marimba
    klassische Gitarre
    Keyboard
    Kontrabass
  • Dauer ca. 7:30
  • Uraufführung am 2. Dezember 2003 in Würzburg durch Margret Schrietter (Oboe), Markus Koppmann (Posaune), Evgenia Kavalzhieva (Marimba), Hubert Steiner (Gitarre), Holger Berndsen (Keyboard) und Michinori Bunya (Kontrabass) unter der Leitung von Joachim F.W. Schneider
  • erschienen bei:
    Theophilius Productions
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»Es hat also irgendetwas mit Sport zu tun …«

In POWERPLAY werden in einem ersten Teil nacheinander drei virtuose Duos vorgestellt. Die restlichen Instrumente ergänzen das Klangbild jeweils durch stilisierte Atemgeräusche oder einzelne, länger gehaltene Töne oder Klänge. Zum ersten Duo (Gitarre / Keyboard) verhalten sich die folgenden (Marimba / Kontrabass sowie Oboe / Posaune) wie Übersetzungen zu einem Originaltext, indem die (sehr instrumentenspezifische) Textur des ersten Duos mit den Möglichkeiten der am zweiten und dritten Duo beteiligten Instrumente dargestellt wird. Es gibt also von jeder der zwei Duo-Stimmen noch zwei weitere „Übersetzungen“.

PowerplayIm zweiten Teil wird das in den Duos für jedes Instrument gewonnene Material in kurzen Abschnitten auf alle erdenklichen Arten neu kombiniert und gewissermaßen summiert, indem sich jetzt zumeist mehr als zwei Instrumente an der virtuosen Struktur beteiligen. Insgesamt ergibt das aber dennoch nicht mehr als eine durch Heterophonie erweiterte Zweistimmigkeit, denn – wie oben beschrieben – entsprechen sich jeweils drei der sechs Instrumentalstimmen klanglich als „Übersetzungen“ voneinander.

Heterophonie [grch. ›Andersklang‹]: musikalische Erscheinung, die entsteht, wenn ein Sänger und ein Instrumentalist dieselbe Melodie gleichzeitig ausführen, jeder sie aber für sich umspielt.

Powerplay [engl.-amerik. ›Kraftspiel‹]: gemeinsames, anhaltendes Anstürmen aller fünf Feldspieler auf das gegnerische Tor im Verteidigungsdrittel des Gegners (Eishockey).

Ruth Betz in der MAINPOST vom 5. Dezember 2003:

(...) Höhepunkt war jedoch die Uraufführung POWERPLAY von Joachim F.W. Schneider, die der Komponist selbst dirigierte, ein raffiniertes, ausgewogenes und sogar witziges Werk (...)

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