Guru (2. Fassung)

(2003)

 

  • Konzert für Gitarre und Ensemble
    Gitarre solo
    Flöte (auch Pikkolo und Altflöte)
    Violoncello
    Akkordeon
    Perkussion (1 Spieler – Guiro, Afuché, Maracas, Bongos, kleines Tamtam)
    Klarinette (A)
    Fagott
    weitere Gitarre im Ensemble
  • Dauer ca. 24 Minuten
  • Uraufführung am 21. September 2003 in Schweinfurt mit Hubert Steiner als Solisten unter der Leitung von Joachim F.W. Schneider
  • 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Schweinfurt 2003
  • erschienen bei:
    Theophilius Productions
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  • PDF (Seite 19)

 

Guru2.Fassung

Konzert bedeutet zunächst einmal, dass man zwischen Solist und dem Rest unterscheidet. Dadurch entsteht das Gegenüber von Einzelnem und Gruppe – ein Verhältnis, das in "Guru" schon allein durch die einzelne Platzierung der Musiker im Raum offener und damit gleichwertiger ausfällt. Dennoch spielt der Solist eindeutig die Hauptrolle, weil in allen fünf Sätzen der Versuch des EINEN thematisiert ist, auf die ANDEREN Einfluss zu nehmen. Dies kann die Form einer Predigt annehmen (Kadenz – 1. Satz), kann ein Nebeneinander bedeuten (in dem Verbindungen allenfalls flüchtig sind – 2. und 4. Satz), ein gegenseitiges Aufschaukeln (3. Satz) oder die tatsächliche Dominanz (5.Satz).

Konzert bedeutet aber auch: Virtuosität.

 

 

Wie die Monde um den Planeten Gitarre
Drei Uraufführungen bei der Kammermusikakademie

von MATIAS WIEDEMANN

Das nennt man wirklich Identifikation mit einer Partie: Hubert Steiner, Gitarrist und Solist der Stückes „Guru“, betritt ganz in weißes Tuch gewandet und barfuß die Bühne. Der Titel „Guru“ ist mit Bedacht gewählt, ein Ensemble mit Flöte, Klarinette, Fagott, Violoncello, Akkordeon, Perkussion und zweiter Gitarre ist im Raum verteilt wie die Monde um den Planeten Solo-Gitarre.

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