Stretto

Variationen in Tempo und Textur
(2009)

 

  • für Orchester
    2 Flöten (2. Pikkolo)
    2 Oboen (2. Englischhorn)
    2 Klarinetten (2. Bassklarinette)
    2 Fagotte
    2 Hörner
    2 Trompeten
    1 Schlagzeuger
    6 Violinen I
    4 Violinen II
    3 Violen
    3 Violoncelli
    2 Kontrabässe
  • Dauer ca. 13 Minuten
  • Auftragswerk der Kymi Sinfonietta
  • erschienen bei:
    Theophilius Productions
    Bestellen
  • PDF (erste Seite)

 

strettoDas Ausgangsmaterial ‒ also das, was in Stretto (ital. eng, gedrängt) variiert wird (oder anders gesagt: das Thema für die Variationen) ‒ sind die ersten 67 Takte des Stückes. Dieser Anfangsteil dauert ungefähr vier Minuten (also fast ein Drittel des gesamten Stückes) und besteht eigentlich aus zwei Teilen: auf dichte, fließende Akkorde folgt ein von Schlagzeug und sich irgendwie verbiegenden Tönen dominierter Abschnitt. Was sich anschließt, ist eine permanente Wiederholung dieses Ausgangsmaterials.

Die Grundidee aller Variationen ist die Veränderung des Tempos. Das bedeutet, dass die Musik in unregelmäßigen Intervallen und unabhängig von den Wiederholungen plötzlich zumeist sehr viel schneller wird. Am Ende erklingt das, was anfangs eine Minute gedauert hat, innerhalb von zwei Sekunden.

Mit jeder Tempoverschärfung gehen unweigerlich Details, die im schnelleren Tempo nicht mehr darstellbar sind, verloren und die Textur verändert sich. Dieser Informationsverlust lässt an den wenigen Stellen, an denen die Musik langsamer wird (und manche verschwundenen Details wieder möglich wären), Raum für neue Ideen, denn evolutionären Prinzipien folgend treten Elemente, die einmal aus der Struktur entfernt worden sind, nicht mehr auf.

Joachim F.W. Schneider

 

Frostmusik

Die Streicher knistern, das Schlagzeug klappert, die Holzbläser spielen lange, eisige Töne (...) Das neue Werk von Joachim F.W. Schneider für die Kymi Sinfonietta ist wie eine Beschreibung des frostigen Nordens.

Aber mit einem Mal, inmitten der Kälte, bricht eine swingende Trommelbegleitung los (...)

weiterlesen ...

Ari Helander (KOUVOLAN SANOMAT, 6. Februar 2010)

 

Charisma und Orchesterfarben

(...)

Die Kette der lebenden Komponisten bekam eine Fortsetzung, als der Sieger des II. Internationalen Uuno Klami Kompositionswettbewerbs – Joachim F.W. Schneider – und einer der führenden finnischen Komponisten – Kalevi Aho – unter den Zuhörern saßen. (...)

weiterlesen ...

Reijo Paavola (KYMEN SANOMAT, 5. Februar 2010)