Klavierstück IV Ballett für zwei Pianisten

(2005)

 

  • Dauer ca. 17 Minuten
  • Uraufführung am 5. November 2006 in Kassel durch Markus Bellheim und Armin Fuchs
  • Hörprobe
    Markus Bellheim und Armin Fuchs, Klavier
    Übergang Anfang / 2. Teil: mp3
    Schluss mp3
  • erschienen bei:
    Theophilius Productions
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Musik sehen

Beim Spielen führen die Musiker neben den zur Klangerzeugung notwendigen Körperbewegungen auch solche aus, die den musikalischen Ausdruck auf eine natürliche und unmittelbare Art und Weise sichtbar machen. Diese (wenn man so will) pantomimische Ebene, die naturgemäß sehr individuell ist und auf der klassischen Konzertbühne eine eher untergeordnete Rolle spielt, ist immer mit der Musik verbunden bzw. aus ihr heraus motiviert.

In meinem Klavierstück IV wollte ich zunächst eigentlich nur der Bewegung am Instrument mehr Raum geben, indem ich Spieltechniken verwendete, die ohnehin schon einen optischen Bestandteil haben (beispielsweise das Aufstehen zum Dämpfen der Saiten im Instrument), oder indem ich die normale Spielbewegung verstärkende Gesten (wie Ausholbewegungen) vorschrieb. So sollte in das Klavierstück eine Art „heimliches“ Ballett integriert sein, das die Spieler bei der Realisierung des Notentextes mehr oder weniger automatisch ausführen.

Je länger ich an der Komposition arbeitete, desto mehr verschob sich das Gefüge aus Klang mit Bewegungszusatz in Richtung der sichtbaren Gesten, so dass sich am Ende die pure Bewegung als musikalisches Ausdrucksmittel etabliert.

 

Georg Pepl, HESSISCHE ALLGEMEINE vom 7. November 2006:

(...) Am nachhaltigsten [wirkte das Werk] (...) von Joachim F.W. Schneider (…) Es ist ein „Ballett für zwei Pianisten“, das Gesten und pure Bewegung als Ausdrucksmittel benutzt. (…)