Spans 'n' Spins

(2013)

 

  • für die 31tönige Fokker-Orgel in Amsterdam (2 Spieler)
  • Dauer ca. 6:00
  • Auftragswerk von Susanne Kujala und Ere Lievonen
  • erschienen bei:
    Theophilius Productions
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 FokkerKeyboardChart

Die Tonhöhenordnung in "Spans 'n' Spins" beruht auf der Teilung der Oktave in gleiche Intervalle, was in der (normalen) temperierten 12tönigen Stimmung "Distanzprinzip" genannt wird und seit dem 19. Jahrhundert Verwendung fand. Man könnte derartige Skalen oder Akkorde auch als Aneinanderreihung gleicher Intervalle bezeichnen, die insgesamt wieder eine Oktave ergeben. Weil die Oktave der Fokker-Orgel aus 31 temperierten Tonschritten besteht, kann man hier die Oktave in keine anderen gleichen Schritte teilen als eben in 31. Oder anders gesagt, die Aneinanderreihung gleicher Tonschritte ergibt keine Oktave, sondern endet entweder eine Taste über oder unter der Oktave - bzw. sie endet da eben nicht und kann weitergeführt werden, ohne dass sich Töne wiederholen. Eine Ganztonleiter, die sich in der 12tönigen Stimmung bereits nach 6 Tönen wiederholt (also die Oktave erreicht), tut dies auf der Fokker-Orgel erst nach 31 Tönen (dem gesamten Tonvorrat).

Auf diese Weise erweiterte Skalen und daraus entwickelte Akkordfolgen werden zumeist in Endlosschleifen eingesetzt, bei denen der gesamte Tonraum der Orgel durchschritten wird. Dabei werden die oben beschriebenen zu kleinen oder zu großen Oktaven dennoch als solche empfunden und es wirkt so, als würde die Intonation der Orgel ins Trudeln geraten.