Gambit

Hommage à une idée
(2016)

 

  • für Kammerorchestergambitperk
    1 Flöte
    1 Oboe
    1 Klarinetten (B)
    1 Fagott
    1 Horn
    1 Trompete (B)
    1 Posaune
    1 Tuba (F)
    2 Schlagzeuger (6 Tomtoms, 4 Bongos, 2 Woodblocks)
    5 Violinen I
    5 Violinen II
    4 Violen
    3 Violoncelli
    2 Kontrabässe
  • Dauer ca. 8 Minuten
  • Auftragswerk des Tiroler Kammerorchesters InnStrumenti
  • erschienen bei:
    Theophilius Productions
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Als Gambit wird beim Schach ein Eröffnungsspiel bezeichnet, bei dem man seinem Gegner eine Figur überlässt, weil man sich von diesem Opfer einen Vorteil auf anderer Ebene verspricht. Diese Strategie kann sogar dann zum Erfolg führen, wenn der taktische Wert des Opfers analytisch widerlegt oder zumindest angezweifelt werden kann. Im Falle eines solchen Opfers setzt der Gambitspieler vorrangig auf einen psychologischen Vorteil und vertraut letztlich darauf, dass er mit der herbeigeführten Ausnahmesituation besser umgehen kann als sein Gegner. Man verlässt sich also eher auf Überraschungsmoment und Intuition als auf genaues Kalkül. In historischen Partien wird diese Vorgehensweise mit Begriffen wie Wagemut und Kühnheit bedacht, moderne Computerprogramme entlarven hingegen viele Gambits recht humorlos als inkorrekt, indem sie wirksame Gegenmittel aufzeigen. Gleichwohl fasziniert das Gambit noch immer – vielleicht deshalb, weil es für die Bedeutung des Nichtberechenbaren, des Nichtmessbaren steht. Dieser Idee widme ich mein Stück.

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